4. August 2007
WALLERSDORF. Das neonazistische CD-Label "2yt4u-Records" (= "too white for you") von Andreas Klostereit aus dem niederbayerischen Wallersdorf veröffentlicht einen CD-Sampler mit neonazistischen Bands und Musikern aus Bayern. Auf dem "Bavaria Sturm Vol.1" betitelten Werk sind die Bands Noise of Hate (Oberpfalz), Feldherren (München) mit Liedermacher Manfred "Edei" Edelmann (Piding), Kurzschluss (Bodensee) und White Rebel Boys (Hof) zu hören. Die Herausgeber, die in Wallersdorf auch den neonazistischen "Outlaw"-Shop betreiben, versprechen, ein Teil der Einnahmen gehe "an nationale Zwecke".
15. August 2007
AUGSBURG. Fünf Neonazis aus Augsburg und ein Neonazi aus dem westlichen Landkreis Augsburg werden gegen 0.40 Uhr bei dem Versuch verhaftet, illegale Aktionen zur Verherrlichung von Rudolf Heß durchzuführen. Die Neonazis, die teilweise bei den Jungen Nationaldemokraten (JN) organisiert sind, hatten geplant, sechs mit Heß-Parolen versehene Transparente aus Bettlaken an größeren Brücken anzubringen. Ausserdem wollten sie 100 Plakate im Stadtgebiet verkleben und mehrere hundert flyer verteilen. Ziemlich schnell fallen sie jedoch einer Zivilstreife auf, die die Neonazis dann bei Tatausübung in der Straße Am Schwall festnimmt. Die Inhalte der Plakate stellen laut Augsburger Polizei eine Verhöhnung der Opfer des Nationalsozialismus dar und führen bei den sechs festgenommenen Neonazis zu Anzeigen wegen des Verdachts der Volksverhetzung.
16. August 2007
MÜNCHEN. Am frühen Morgen attackieren fünf junge Rechte im Bahnhofsviertel drei Touristen aus Qatar. Mit Fußtritten treten die Neonazis zu, auch als ein Opfer schon am Boden liegt. Alle Täter werden später am Karlsplatz verhaftet, als Haupttäter gelten ein 21-Jähriger aus Wolfratshausen, ein 16-Jähriger sowie ein 19-Jähriger Münchner.
31. August 2007
ROTTHALMÜNSTER (Lkr.Passau). Selbstgebastelten Sprengstoff versteckte ein 13-jähriger Schüler im elterlichen Garten. Auf Grund der Gefährlichkeit mussten zehn umliegende Häuser evakuiert und das Gemisch vor Ort von Experten gesprengt werden. Obwohl der 13-jährige bereits zweimal mit extrem rechten Aktionen aufgefallen ist, sieht die Polizei keinen politischen Zusammenhang mit dem Sprengstofffund und auch keine Zugehörigkeit des Bastlers zur rechten Szene.
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