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Die folgende kurze Übersicht des a.i.d.a.-Archivs wird in unregelmäßigen Abständen aktualisiert.
Rudolf-Heß-Gedenkmarsch
Eine kleine Chronologie
17. August 1987
Rudolf Heß begeht im Alter von 93 Jahre Selbstmord in Haft in einem Berliner alliierten Kriegsgefangenen-Gefängnis. In den folgenden Tagen kommt es zu Aufmärschen und Anschlagsversuchen.
1988
Berthold Dinter meldet eine Demonstration in Wunsiedel an, die verboten wird. Jürgen Rieger erwirkt vor Gericht eine Aufhebung des Verbots, der Marsch findet mit ca. 120 TeilnehmerInnen in Wunsiedel statt.
1989
Dinter meldet erneut einen Marsch an, die Organisation übernimmt Christian Worch, erstmals beteiligt sich auch die FAP an diesem Rudolf-Heß-Gedenkmarsch, an dem rund 250 Personen teilnehmen.
1990
Rund 1.100 Neonazis aus einem mittlerweile deutlich breiteren Spektrum demonstrieren in Wunsiedel.
1991
Verschiedenste Organisationen aus dem rechten Spektrum beteiligen sich an den Vorbereitungen zum Rudolf-Heß-Gedenkmarsch, auch Neonazis aus dem Ausland wie Ernst Zündel oder David Irving unterstützen das Vorhaben. Der Marsch durch Wunsiedel wird jedoch verboten, Jürgen Rieger kann aber eine Demo in Bayreuth anmelden, an der rund 1.500 Personen teilnehmen.
1992
Im Jahr 1992 wird über Wunsiedel ein Demonstrationsverbot verhängt, auch der Versuch, dieses mit juristischen Mitteln aufzuheben, scheitert. Konspirativ mobilisieren die Neonazis zum Hermsdorfer Kreuz in Thüringen und schaffen es, rund 2.000 Neonazis zu einem Aufmarsch in Rudolstadt (Thüringen) zu dirigieren. Mit dabei sind AktivistInnen von FAP, NL, DA, Nationale Offensive, Wiking-Jugend sowie der NPD.





